Gestern, am Sonntag, um 9:00 standen wir in Jena am Bahnhof
und begannen unsere große Reise. Nach Umstieg in Nürnberg ging es nach München,
wo wir mit nur einer halben Stunde Verspätung und damit fast vier Stunden vor
Abflug am Flughafen ankamen. So frühzeitig waren wir vermutlich noch nie da,
und das verschaffte uns viel Zeit, um das Gepäck neu zu arrangieren – mit dem
Ergebnis, dass wir es tatsächlich schafften selbst unsere Drohnenkisten in/an
den Rucksäcken zu verstauen. Mit dieser für manche vielleicht etwas abenteuerlichen
Konstruktion konnten wir uns damit den teuren Zukauf eines weiteren Gepäckstückes
sparen:
Etwas überrascht waren wir dann doch, als uns bei der
Gepäckabgabe nicht nur eine Diskussion erspart blieb, sondern unser ungewöhnliches
Gepäck kommentarlos aufgenommen wurde. Entsprechend positiv gestimmt ging es
weiter zum Sicherheits-Check-In, und auch hier blieb uns die mittlerweile gewohnte
Diskussion um die Akkus und das Equipment im Handgepäck erspart. Auch war der
gesamte Flughafen fast wie ausgestorben, so dass wir nirgendwo lange warten und
Schlange stehen mussten. So hatten wir am Ende noch über eine Stunde Zeit,
bevor das Boarding begann – ein völlig ungewohnter Zustand.
Die nächste positive Überraschung wartete zumindest auf mich
im Flugzeug: der Sitz direkt neben mir bleib frei – doch es kam noch besser!
Eine Reihe vor mir entschied sich ein Ehepaar, auf erste Klasse umzubuchen, und
so konnte ich wiederum einen Fensterplatz mit freiem Nachbarsitz ergattern.
Entsprechend angenehm und entspannt lief der Flug, bis wir ohne Zwischenfälle
früh gegen 6 deutscher Zeit die Afrikanische Küste erreichten (bis dahin waren
wir über dem Atlantik unterwegs). Bei strahlendem Sonnenschein bot der Pilot uns
noch zwei Sightseeing-Runden über Kapstadt, die ich dank meiner perfekten
Sitzposition sogar genießen konnte. Es war wirklich beeindruckend!
Danach machten wir noch eine kleine Tour am Hafen und an der Küste entlang und holten uns etwas Kleines zu essen. Entgegen zumindest meinen Befürchtungen fühlten wir uns dabei genauso sicher wie in jeder anderen Touristengegend - die Glasscherben auf allen Mauern, Elektrozäune und Massen von Securities an jeder Ecke zeigten dann jedoch immer wieder, dass man doch aufpassen sollte...
Jetzt, zurück im Hotel, ist etwas Erholung angesagt. Zum
Abendessen werden wir uns noch einmal mit den anderen treffen, aber dann geht
es beizeiten ins Bett, denn morgen früh um 7 ist Antreten zur Taxifahrt zum
Flughafen. Dann werden wir in etwa 6 Stunden mit Wissenschaftlern anderer
Stationen nach Novo fliegen. Dort müssen wir möglichst schnell in unsere
kleinere Maschine umsteigen, da eine Schlechtwetterfront angesagt ist, vor der
wir den Flug (etwa 2 Stunden) geschafft haben müssen. Morgen Abend müsste ich
mich dann planmäßig wieder von der Station melden können!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Feedback und liebe Grüße...ich freu mich drauf!