Auf unserer Rückreise hat uns die Antarktis nach all den Schwierigkeiten, die sie uns gemacht hat, noch einmal mit voller Kraft gezeigt, warum wir sie am Ende doch alle lieben und nicht von ihr lassen können.
Ein beeindruckender Zwischenstop war die Südafrikanische Station SANAE, die in unglaublich atemberaubender Kullisse gelegen einfach nur gigantisch aussieht.
Nachdem wir uns eine halbe Stunde an diesem Anblick sattsehen konnten, ging es weiter nach Novo, wo wir etwa gegen halb 2 morgens wieder da landeten, wo wir 2 1/2 Monate zuvor den ersten Fuß auf die kontinentale Antarktis gesetzt hatten. Hier hieß es jetzt bis 5:30 warten, bis wir endlich unsere Boeing besteigen durften. An Schlaf war bis hierher noch nicht viel zu denken gewesen, und so waren wir doch alle recht erleichtert, dass das Flugzeug nahezu leer war und wir uns jeder auf einer Sitzreihe für sich ausstrecken konnten.
So bekamen wir dann doch zumindest ein paar Stunden Schlaf, und waren noch halbwegs ansprechbar, als wir früh gegen 11 in Kapstadt landeten. Nach der Fahrt ins Hotel schlenderten wir wieder etwas durch unser Touri-Viertel und besorgten unsere Zutaten für die Abendplanung: eine Tour auf den Devils Hill, wo wir unseren ersten Sonnenuntergang seit Wochen genossen - ein schönes Spektakel, wenn auch geteilt mit gefühlt 500 anderen Touristen. Nach der Fahrt zurück zum Hotel gönnten sich Alex und ich noch "ein letztes Bierchen", dann fielen wir aber auch völlig erschöpft in die Betten.
Am nächsten morgen schliefen wir ordentlich aus und gönnten uns ein entspanntes Frühstück im Hotel. Danach teilte sich unsere Gruppe etwas auf, und Alex, Benoit (also unsere Pinguin-Kollegen) und ich fuhren an einen wunderschönen Strand, spazierten etwas durch das eiskalte Wasser (kommt ja schließlich aus Richtung Antarktis 😀), beobachteten einige (wenig beeindruckenden) Surfer und eine Hochzeit und gönnten uns, genau, "ein letztes Bierchen".
Halb drei ging es dann zum Flughafen, wo wir völlig reibungslos eincheckten und wieder einmal begeistert waren, wie wenig schief wir mit unserer Drohne plötzlich angeschaut werden, seit die Dinger so verbreitet sind. Im Flughafen haben Alex und ich noch einen gigantischen Burger gegessen und - man mag es kaum glauben - "ein letztes Bierchen" getrunken. Nach einem vollen und damit wieder wenig erholsamen Flug landeten wir heute am frühen morgen in Frankfurt, verabschiedeten uns von unseren letzten Reisegenossen und nahmen den ersten Zug nach Jena, wo ich vom mittlerweile traditionellen Thießschen Begrüßungskommittee herzlichst empfangen und nach Hause gebracht wurde.
Und damit endet auch dieses Reise. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an eure lieben Grüße und Rückmeldungen hier, ich habe mich über jede einzelne sehr gefreut und mich trotz der Entfernung sehr verbunden gefühlt!
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