Fast eine Woche ist jetzt seit dem letzten Post vergangen und ich bin es wohl schuldig, mal wieder etwas zu schreiben.
Wir haben inzwischen 3 erfolgreiche Feldarbeitstage hinter uns gebracht, sowie einige Kurzeinsätze. Aber der Reihe nach.
Vergangenen Donnerstag konnten wir so richtig mit der Feldarbeit beginnen. Den ganzen Tag verbrachten wir am Schelfeis am Rande der Kolonie und führten Überflüge mit unserer Phantom-Drohne durch. Dabei dauerte alles aufgrund der erschwerten Bedienung von Drohne und Tablet etwas länger als gewohnt, am Ende haben wir aber alle geplanten Flüge geschafft und konnten zufrieden zurück zur Station fahren, wo schon ein zurückgestellter Teller vom Abendessen für jeden von uns wartete. Doch noch konnten wir uns nicht erholen, denn da auch der Freitag vielversprechend aussah, hieß es noch bis in die Nacht hinein Daten sichern, Akkus laden und alles für den nächsten Tag vorbereiten.
Und so ging es dann auch am Freitag wieder zur Kolonie, um den zweiten Teil der Störungsexperimente mit Drohne Nummer 2 durchzuführen. Hier waren wir etwas nervös, da dieses Modell für uns recht neu ist und Starrflüglerdrohnen uns schon das eine oder andere Problem beschert hatten. Doch entgegen aller Befürchtungen lief alles reibungslos, fast schon besser als am Vortag, und nach einem erfolgreichen Flug landete die Drohne butterweich auf ihrer eisigen Landbahn. Wir waren und sind absolut begeistert! Einziger Wermutstropfen: Der Laptopakku hielt leider nicht lange genug durch, um einen zweiten Flug mit der Drohne durchzuführen. Aber so nutzten wir die restliche Zeit, um noch einige andere Flugmuster mit der Phantomdrohne zu testen.
Den Samstag nutzten wir dann, um einen Versuch zu unternehmen, die Kolonie zu kartieren. Auch hier lief alles super, vermutlich haben wir damit die erste jemals durchgeführte Kartierung einer Kaiserpinguinkolonie mit einer Drohne geschafft! Begleitet wurden wir dabei mal wieder von einem Fernsehteam vom ARD, also Augen auf beim Weltspiegel in den nächsten Wochen, vielleicht kommen da mal bekannte Gesichter vor ;-)
Am Nachmittag hieß es dann doch nochmal rein in die Outdoorkluft, da das Wetter doch noch nicht so schlecht geworden war, und uns unsere Pinguin-Forscher-Kollegen von einer weiteren Subkolonie erzählt hatten, die ein ganzes Stück abseits von unserer Hauptkolonie auf dem Schelfeis im sogenannten "Winterlager" stand. Vermutlich haben sie Schutz zwischen den hier aufgestellten Diesel-Tanks gesucht. Also sind wir auch da noch einmal hingefahren und haben auch diese Gruppe mit unserer Drohne kartiert.
Am Sonntag stand ein arbeitsfreier Tag an, da das Wetter etwas windiger wurde und wir fürs Erste das Hauptprogramm abgeschlossen haben und erst in etwa einer Woche wieder sinnvolle Daten aufnehmen können. Trotzdem schlossen wir uns einer kleinen Expedition um das Fernsehteam an und fuhren vorbei an der "Winterlager-Kolonie" zur Schelfeiskante, aufs Meereis und bis zu einigen Eisbergen, die im Meereis festgefroren sind. Leider zog bei unserer Ankunft dort das Wetter zu. Dadurch fehlen am Boden die Kontraste und das Skidoo-Fahren wird sehr anstrengend und gerade auf dem Meereis, wo es viele Kanten und Spalten gibt, auch nicht ganz ungefährlich, da man dann leicht umkippen kann. Daher haben wir es leider nicht zu den typischen Robbenplätzen geschafft, aber sicher schaffen wir das auch eines Tages noch, und eine spannende Erfahrung war es allemal!
Gestern und heute haben wir dann wieder in der Station verbracht und Daten sortiert bzw. mit ersten Auswertungen begonnen.
Ganz liebe grüße von uns,wir freuen uns etwas von dir zu hören und wünschen dir weiter gutes Wetter und gute Ergebnisse, viel Spaß mami
AntwortenLöschenVG aus KMST. Der ewig blaue Himmel suggeriert Urlaubsgefühle. Viel Spaß noch und pass auf dich auf.
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